Die Behandlung von Ulzerationen im Rahmen des diabetischen Fußsyndroms erfordert höchste anatomische Präzision und ein tiefes Verständnis der Materialphysik. Schon minimale Druckspitzen an Prädilektionsstellen können den Heilungsprozess über Wochen zurückwerfen oder neue Läsionen verursachen.
Die Physik der Druckumverteilung im Fokus
Das primäre Ziel jeder therapeutischen Maßnahme ist die vollständige Entlastung des betroffenen Areals bei gleichzeitiger Stabilisierung des restlichen Fußes. Hierbei kommt es auf die Kombination unterschiedlicher Shore-Härten der verwendeten Schaumstoffe an, die das Körpergewicht gleichmäßig verteilen müssen.
Materialauswahl für orthopädische Entlastungshilfen
Weichbettungen aus EVA-Schäumen in Kombination mit viskoelastischen Zwischenschichten bieten derzeit die beste Kombination aus Rückstellfähigkeit und Druckdämpfung. Wichtig ist dabei die exakte Freilegung der Wundregion, ohne dass an den Rändern der Aussparung neue Scherkräfte entstehen.
Die regelmäßige Überprüfung des Schuhwerks auf Verformungen und Abnutzung gehört zwingend zur therapeutischen Begleitung, um Rezidive konsequent zu verhindern.